Küstenbiologie - Coastal Biology

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Teredo Ostsee 2011

2011

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1. im Juli:

Auf der ersten Platte, exponiert von 01. bis 27.07, finden sich 24 kleine Teredos. Dies entspricht einer Dichte von ca. 360 /qm. Offensichtlich haben sie sich gerade erst festgesetzt, damit beginnt die Saison wohl gerade. Den Wassertemperaturen nach sollte ja nicht viel zu erwarten sein, die Viecher neigen aber zur Überraschung.

 

2. im August:

Die Besiedlung mit Schiffsbohrwürmern ist trotz der erbärmlichen Witterung mit ca. 1.700 Larven /Quadratmeter in 4 Wochen im August ganz "ordentlich". Zum Vergleich: in (für Teredo) schlechten Jahren gibt es keine bis ein paar hundert Individuen, in sehr guten mehrere zehntausend. Typisch wieder die Abfolge der anderen Besiedler. Im Juli zunächst eine sehr dichte Besiedlung mit Seepocken, ab Mitte August beginnender Mytiluslarvenfall. Vor allem auf dunklen Platten siedeln die Balaniden sehr dicht, werden aber ihrerseits in August - September von den Miesmuscheln überwachsen. Das lässt sich auf dem folgenden Bild gut erkennen.

 

3. September bis Oktober

Im September wurden noch einige Nachzügler registriert. Durch die anhaltend hohen (na ja, relativ hoch mit > 15 Grad) Wassertemperaturen hatte Teredo noch die Möglichkeit, Larven zu produzieren. Viel schlimmer ist jedoch, dass die im August festgesetzten Bohrmuscheln diesen Herbst noch sehr lange werden bohren können, bevor sie von Temperaturen unter 5 - 10 Grad verlangsamt werden. Das bedeutet, dass jetzt schon Schäden auftreten können, wie sie sonst erst im Frühjahr messbar sind. Auch sind größere und kräftigere Bohr"Würmer" besser geeignet, den kalten Winter zu überstehen und im nächsten Sommer viele viele Nachkommen zu produzieren ...


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. Juli 2012 um 08:01 Uhr